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Der ganz große Traum. 54%

5 Bewertungen

Originaltitel »Der ganz große Traum«, Drama, D 2010, 105 Minuten.
Inszeniert von Sebastian Grobler. Mit Daniel Brühl, Burghart Klaußner, Kathrin von-Steinburg.
Kinostart am 24. Februar 2011. Trailer zeigen.

Inhalt.

Der junge Lehrer Konrad Koch (DANIEL BRÜHL) soll in einem altehrwürdigen deutschen Gymnasium im Jahr 1874 Englisch unterrichten. Um die Schüler für die fremde Sprache zu begeistern, greift er zu ungewöhnlichen Mitteln und bringt ihnen einen seltsamen Sport nahe, den er aus England kennt: Fußball. Doch mit seiner unkonventionellen Art macht sich Koch bald auch Feinde: seine Kollegen, die nur auf ... (mehr) preußischen Drill und Gehorsam setzen, genauso wie einflussreiche Eltern und Würdenträger der Stadt. Sie wollen Koch um jeden Preis loswerden – doch jetzt ergreifen die Schüler die Initiative… (Quelle: Filmtrailer.com)

Kritiken.

80% 8martin
»Ein charmanter kleiner Film, der dokumentiert, wie der Fußball ins kaiserliche Deutschland kam. Mit Witz und Esprit wird die Atmosphäre im damaligen Reich eingefangen und der Zeitgeist wiedergegeben, ... (mehr) wenn Proletarierkinder jetzt aufs Gymnasium dürfen. Alles was den kaisertreuen Spießbürgern nicht ins Konzept passte, wurde gleich mit dem Etikett ‘sozialistische Revolution‘ versehen. An einem deutschen Gymnasium stehen Ordnung, Disziplin und Gehorsam gegen Teamgeist und Kameradschaft. Klischees über die Briten (‘Sie haben ‘ne Frau als Kaiserin‘) und bornierte deutsche Engstirnigkeit bilden einen immerwährenden Gegensatz und sind die Grundlage für die Komik. Da fallen Kaiserbilder vom Haken und zerbrechen oder verdecken als Lendenschurz das Allerheiligste. Lehrer Koch (Daniel Brühl) frisch von der Insel heimgekehrt bringt die Idee vom Spiel mit der ‘britischen Kugel‘ nach Deutschland. Es ist ein Heidenspaß nicht nur für Fußballfans, sondern auch echt informativ. Die musikalische Deckungsgleichheit zwischen der englischen Nationalhymne ‘God save the Queen‘ und dem deutschen Heldensong ‘Heil dir im Siegerkranz‘ darf ebenso wenig fehlen wie in jedem Englischunterricht die obligatorische Übung mit dem ‘Tii eitsch‘. Auch der Klassiker ‘Auld Lang Syne‘ wird vorgetragen. Sogar für die Liebe ist ein kleiner Platz vorgesehen: die Dienstmagd Rosalie (Henriette Confurius) verliebt sich in den reichen Felix (Theo Trebs). Leider klappt es noch nicht zwischen Koch und der Fabrikarbeiterin Klara (Kathrin von Steinburg), deren Sohn Joost (Adrian Moore) anfangs gemoppt wird, letztendlich aber der beste Kicker der Schulmannschaft ist. Und es kommt sogar ein Hauch von Melodramatik auf. Da macht es überhaupt nichts, wenn der Film einige historische Fakten verändert bzw. weglässt. Wichtig bleibt der Zusammenhang von Sport, Sprache und Kultur, den uns die lange Promiriege vermittelt. Herrlich!«

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