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Once upon a Time in Anatolia. 70%

1 Bewertung

Originaltitel »Bir zamanlar anadolu'da«, Drama, Türkei 2010, 150 Minuten.
Inszeniert von Nuri Bilge Ceylan.
Kinostart am 19. Januar 2012. Trailer zeigen.

Inhalt.

Das Leben in einer Kleinstadt gleicht dem Reisen durch eine Steppenlandschaft: Einerseits das Empfinden, etwas Neues und völlig anderes könnte hinter dem nächsten Hügel warten, andererseits aber auch die unendlich langen, monotonen Straßen… Ein Suchtrupp bestehend aus einigen Polizisten, einem Staatsanwalt, einem Arzt, zwei Männern mit Schaufeln und einigen Soldaten sucht in der kargen ... (mehr) osttürkischen Steppe die Leiche eines Dorfbewohners. Die Tatverdächtigen können sich jedoch nicht mehr an den genauen Ort erinnern, an dem sie den Toten vergraben haben. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Ansichten geraten die beteiligten Personen immer mehr aneinander... (Quelle: Filmtrailer.com)

Kritiken.

70% 8martin
»Das Markenzeichen von Nuri Bilge Ceylan sind lange, wortlose Einstellungen. Darauf muss man sich einstellen. Dabei helfen einem aber die wunderschönen Bilder, auch wenn hier ein Großteil der Handlung ... (mehr) sich nachts abspielt.
Diesmal geht er noch einen Schritt weiter. Es beginnt mit einer völlig unklaren Ausgangssituation: fünf Männer in einem fahrenden Auto. Nach und nach erfahren wir, worum es hier geht. Und da wird gleich ein Gegensatz zwischen den Gesprächen und dem Zweck der Fahrt deutlich. Da schwingt Komik mit und auch leichte Spannung kommt auf, weil man neugierig wird. Ein mutmaßlicher Mörder hat versprochen die Polizei zum Fundort der Leiche führen. Doch jetzt kann er sich nicht mehr erinnern.
Der ganze Tross aus Kommissar, Staatanwaltschaft und einem Arzt verfranzt sich in der Pampa. Ihnen geht es eigentlich um persönliche Probleme. Der Gefangene führt sie alle an der Nase herum. Auch vermöbeln hilft nicht. Geschichten werden erzählt (siehe Titel!). Eine handelt vom Selbstmord einer Frau. Man muss in einem Dorf Rast machen. Das erste Highlight in diesem reinen Männerfilm ist der Auftritt der schönen Tochter Cemile (Cansu Demirci) des Ortsvorstehers. Sie reicht Tee. Schweigen! Die Männer glotzen, staunen, säfteln. Wechsel von der Komik zum Ernst des Lebens. Wie ein Roter Faden zieht sich eine Geschichte vom Suizid einer Frau durch die Handlung. Der Gerichtsmediziner fragt immer weiter nach. Man ahnt wer es sein könnte. Regisseur Ceylan hat ein Kaleidoskop geschaffen, dessen Facetten teilweise an den ‘Zerbrochenen Krug‘ und dem Braven Soldaten Schwejk‘ erinnern. Darüber hinaus kämpfen viele mit der modernen Technik und völlig unbehelligt davon mit eigenen Problemen. Die Aufklärung des Verbrechens ist eigentlich Nebensache. Es entsteht auch ein Bild der ländlichen Türkei Anfang des 21. Jahrhunderts.
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