Vor 11398 Stunden hat Kreml den Film Interstellar mit 110% bewertet.
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Bruno ist der achtjährige Sohn eines Offiziers im Dritten Reich. Als der Vater als Aufseher eines Vernichtungslagers aufs Land versetzt wird, muss ihm die gesamte Familie folgen. Bruno muss alle seine Freunde in Berlin zurücklassen und fühlt sich allein gelassen. Auf seinen verbotenen Streifzügen durch die Wälder, kommt er an den Zaun des Arbeitslagers. Dort lernt er den gleichaltrigen Shmuel ... (mehr) kennen und sie werden Freunde. Die beiden Jungen treffen sich jeden Tag am Stacheldrahtzaun und reden oder spielen Brettspiele – jeder auf seiner Seite. Als Shmuel seinen Vater nicht mehr findet, will Bruno ihm suchen helfen und schmuggelt sich ins Lager, in dem alle Leute nur Pyjamas tragen… Ein wichtiger, bewegender Film nach der Vorlage des Erfolgsromans von John Boyne. Aus dem Blickwinkel eines achtjährigen Jungen erzählt er eine erschütternde Geschichte aus dem dunkelsten Kapitel der Menschheit, aber auch eine Geschichte über Freundschaft und die Macht der Hoffnung. In England, Italien und Spanien bereits ein großer Erfolg in den Kinos, wurde der Film in Deutschland als Eröffnungsfilm für das Jüdische Filmfest 2009 ausgewählt! (Quelle: Filmtrailer.com)
80% 8martin »Dieser kleine Film von Mark Herman ist großartig, auch wenn er nicht ganz die Empfindungen trifft, die man beim Lesen des Romans von John Boyne hat. Die stufenweise Annäherung an das Erkennen eines ... (mehr) Nazi-KZs aus der Sicht von Bruno einem Achtjährigen (recht aufgeweckt Asa Butterfield) ist allerdings nicht schlecht gemacht. Bruno glaubt Bauern auf einem Bauernhof zu sehen, er sieht Rauch aus großen Schornsteinen aufsteigen und wenn ein Uniformierter erscheint, wird geflüstert. Es geht ein ideologischer Riss durch die Familie. Brunos Vater (David Thewlis) ist Lagerkommandant. Er und Großvater (Richard Johnson) sind überzeugte Nazis. Bei den Frauen ist Großmutter (Sheila Hancock) skeptisch, Ehefrau Elsa (Vera Farmiga) kommt von der Position einer eher kritischen Opposition zur ehelichen Verweigerung. Ihr bleibt das letzte große Wehklagen, als sie begreift, was mit Bruno geschehen ist. Gut, dass man ahnt aber nicht sieht, was es war. Was für ein Schluss!
Bemerkenswert ist noch Brunos Gewissenskonflikt. Einmal lügt er aus Angst und verleugnet Schmuel (Jack Scanlon) seinen jüdischen Freund von der anderen Seite des Stacheldrahtzauns. Das wird ebenso wenig dramatisiert wie das Verschwinden des Häftlings Pavel (David Hayman), der früher einmal Arzt war. ‘Warst wohl ein schlechter‘, vermutet Bruno. Hayman überragt hier schauspielerisch turmhoch seine sonstigen Serienauftritte. Beeindruckend in gradliniger Schlichtheit. Die Täter werden zu Opfern.«
70% Blanca.Night »Dass der Film bisher so schlecht bewertet wurde, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Er war vielleicht an einigen Stellen etwas unrealistisch (ohne groß zu spoilern Stichwort Schaufel) oder ein klein ... (mehr) wenig gehetzt, was dem Film meiner Meinung nach nicht allzu viel schadet. Der Blickwinkel ist bewusst kindlich und naiv, worauf man sich zunächst einstellen muss, da andere Filme, die sich mit der Thematik dieser Zeit befassen, gewöhnlich anders darstellen. Dies fällt jedoch nicht schwer und umso mehr geht der Film an die Nieren. Am Ende ist man sich nicht ganz sicher, mit wem man mitfühlen soll oder ob man möglicherweise nicht eine Art grimmige Genugtuung fühlen möchte.
Die Schauspieler überzeugen durchweg, auch handwerklich gibt es nicht viel auszusetzen. Schade nur, dass die Beziehungen der Charaktere untereinander eher skizziert werden, aber vielleicht sollte das sogar Absicht sein.«